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Niednägel: Warum sie entstehen, wie du sie behandelst und was vor Press-on-Nägeln zu tun ist

Niednägel, diese kleinen Hautstreifen an den Seiten des Nagels, die sich ablösen und oft an der Kleidung hängen bleiben, entstehen nicht durch ein Problem am Nagel selbst, sondern weil die Haut darum herum austrocknet und einreißt. Zu verstehen, warum sie auftreten, hilft dabei, ihnen vorzubeugen. Und wenn du weißt, wie du sie richtig schneidest, statt sie abzureißen oder abzubeißen, verhinderst du, dass aus einer kleinen Reizung eine schmerzhafte Infektion wird.

  • Niednägel entstehen, wenn die Haut seitlich am Nagel austrocknet oder verletzt wird, oft durch häufigen Kontakt mit Wasser und Reinigungsmitteln, durch Kälte oder durch die Angewohnheit, an ihnen zu knabbern.
  • Sie sollten mit einer sauberen Nagelschere oder einem Nagelknipser abgeschnitten und niemals abgerissen oder abgebissen werden.
  • Eine sich ausbreitende Rötung, zunehmende Schwellung oder Eiter sind Anzeichen dafür, dass du ärztliche Hilfe brauchst und keine weiteren Hausmittel.
  • Wer Diabetes, Durchblutungsstörungen oder ein geschwächtes Immunsystem hat, sollte sich beim Arzt melden, sobald Anzeichen einer Infektion auftreten, und nicht abwarten.

Warum Niednägel entstehen

Ein Niednagel ist ein kleines Stück abgestorbener Haut, das sich am seitlichen Nagelrand ablöst. Er ist nicht dasselbe wie die eigentliche Nagelhaut, die dünne Hautschicht an der Nagelbasis, die die Nagelwurzel schützt. Deshalb empfehlen Dermatologinnen und Dermatologen, sie in Ruhe zu lassen und weder abzuschneiden noch kräftig zurückzuschieben (Quelle: American Academy of Dermatology).

Die häufigsten Ursachen hängen damit zusammen, wie stark die Haut rund um den Nagel täglich beansprucht wird. Wiederholter Kontakt mit Wasser, Spülmittel oder Handdesinfektionsmittel entzieht der Haut ihre natürlichen Öle und macht sie anfälliger für Risse. Dasselbe gilt für trockene Winterkälte, übermäßige Hitze oder wenn die Hände zu lange eingeweicht werden (Quelle: WebMD). Nägelkauen, das Ziehen an der Haut mit den Fingern oder ein zu aggressives Schneiden der Nagelhaut bei der Maniküre verursachen den ersten Riss, aus dem ein Niednagel entsteht. Wer von Natur aus trockene Hände hat, bemerkt das Problem häufiger.

So schneidest du Niednägel sicher ab, ohne sie abzureißen

Wenn sich die Haut bereits abgelöst hat, schneidest du sie am sichersten ab, statt sie mit den Zähnen oder Fingern abzureißen. Wasche zuerst deine Hände und weiche dann die Fingerkuppe einige Minuten in lauwarmem Wasser ein: Dadurch wird die Haut weicher und lässt sich leichter schneiden. Verwende eine saubere Nagelhautzange oder Nagelschere, die du vor der Anwendung mit Alkohol desinfiziert hast, und schneide den Niednagel nahe an der Basis ab, ohne in die umliegende, intakte Haut zu schneiden.

Wenn du den Niednagel abbeißt, gelangen Bakterien aus dem Mund genau an die Stelle, an der die Haut bereits offen ist. Beim Abreißen kann dagegen auch ein Stück gesunder Haut mit abgerissen werden, wodurch eine größere Wunde entsteht als ursprünglich (Quelle: WebMD). Wenn die Stelle nach dem Schneiden leicht gereizt aussieht, helfen eine dünne Schicht rezeptfreie antibiotische Salbe und ein Pflaster für die ersten Stunden, damit sich die Haut schließen kann, ohne dass weitere Maßnahmen nötig sind.

Wann du mit einem entzündeten Niednagel zum Arzt solltest

Eine normale Reizung nach einem unsauberen Schnitt oder einem leichten Einriss bessert sich mit etwas Pflege innerhalb weniger Tage von selbst: Halte die Haut sauber und trocken und verwende bei Bedarf eine schützende Salbe. Anders sieht es aus, wenn sich eine Infektion des Nagelwalls entwickelt, eine sogenannte Paronychie. Sie entsteht, wenn Bakterien durch einen kleinen Schnitt, einen abgerissenen Niednagel oder eine verletzte Hautstelle eindringen. Auch häufiger Kontakt mit Wasser oder reizenden Stoffen begünstigt sie (Quelle: Cleveland Clinic).

Diese Anzeichen solltest du nicht ignorieren: eine Schwellung und Schmerzen, die nicht nachlassen, sondern schlimmer werden; eine Haut rund um den Nagel, die immer röter und warm wird; und eine weißliche oder gelbliche Eiterblase. In diesen Fällen brauchst du ärztliche Hilfe und solltest nicht noch weitere Tage zu Hause abwarten, denn eine unbehandelte Infektion kann sich tiefer in den Finger ausbreiten (Quelle: Cleveland Clinic).

Wer mit Diabetes, einer Erkrankung, die die Durchblutung beeinträchtigt, oder einem geschwächten Immunsystem lebt, sollte sich bei den ersten Anzeichen einer Infektion beim Arzt melden, ohne abzuwarten, bis sich die Situation verschlechtert: Unter diesen Bedingungen fällt es dem Körper schwerer, eine Infektion allein einzudämmen.

So bereitest du deine Nägel vor dem Anbringen eines Press-on-Sets vor

Wenn du gerade einen Niednagel abgeschnitten hast oder die Stelle nach einer Entzündung noch heilt, braucht sie ein paar Tage, bevor sie wieder Druck ausgesetzt wird: Der Kleber und der Rand eines Press-on-Sets liegen genau auf dieser Hautfalte auf. Es lohnt sich also, zu warten, bis die Stelle wieder ruhig und intakt ist, bevor du künstliche Nägel anbringst. Ein sauberes, trockenes Nagelbett mit glatter Haut rundherum und ohne schmerzende Stellen sorgt außerdem für eine bessere und länger haltende Haftung als eine noch gereizte Stelle.

Press-on-Nagelset Nude mit glänzendem Geleffekt, Ballerina-Form und beigefarbenem Ton
Das Set Nude, bereit zum Anbringen, sobald die Haut rund um den Nagel verheilt und beruhigt ist.

Das Set Nude in Ballerina-Form enthält bereits eine Feile und ein mit Alkohol getränktes Tuch – dieselben Hilfsmittel, die auch zur Vorbereitung der Haut und des Nagels vor dem Anbringen nützlich sind – sowie 2 g Kleber für die Anwendung zu Hause. Wie lange die Maniküre hält, hängt von der Vorbereitung des Nagels und den täglichen Aktivitäten ab. Betrachte die Haltbarkeit deshalb eher als Richtwert und nicht als feste Zahl.

Wenn du vor dem Anbringen weitere Anzeichen an deinen Nägeln beachten möchtest, kann es auch hilfreich sein, mehr über weiße Flecken auf den Nägeln und einen Nagel, der sich vom Nagelbett löst zu lesen. Weitere Hinweise gibt es auch zu geriffelten Nägeln im selben Bereich zur Nagelgesundheit im Blog.

Hinter einem Niednagel steckt nur ein kleiner Riss in der Haut rund um den Nagel. Wie du damit umgehst, macht jedoch den Unterschied zwischen einer Heilung innerhalb weniger Tage und einer Entzündung, die sich ausbreitet. Ihn mit einem sauberen Werkzeug abzuschneiden, der Haut Zeit zum Heilen zu geben und Anzeichen einer Infektion rechtzeitig zu erkennen, sind die entscheidenden Schritte, um das Problem unter Kontrolle zu halten. Das gilt auch, bevor du ein künstliches Nagelset trägst.

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