Im Winter verhält sich Make-up anders als im Sommer, weil die Luft sowohl drinnen als auch draußen durch die Heizung kälter und trockener wird. Foundation kann sich an trockenen Stellen absetzen, Rouge wirkt bei grauerem Licht weniger warm, und allein aufgetragen verliert Lipgloss auf spröden Lippen schnell seine klare Kontur. Winter-Make-up anzupassen, braucht vor allem ein paar einfache Handgriffe: Haut und Lippen vor dem Auftragen von Produkten mit Feuchtigkeit versorgen, die Deckkraft des Teints bei Tageslicht statt unter künstlicher Beleuchtung testen, ein Creme-Rouge in einem tieferen Farbton statt Puder wählen, die Lippen vor dem Lipgloss mit einem Stift umranden und einen markanten Sommer-Glow durch einen dezenteren Schimmer ersetzen.
- Vor dem Schminken mit Feuchtigkeit versorgen: Vorbereitete Haut und Lippen verändern, wie Foundation und Lipgloss gleiten und im Laufe des Tages halten.
- Den Teint bei Tageslicht testen: Das schwächere Winterlicht kann einen Farbton anders wirken lassen als unter Innenbeleuchtung.
- Ein Creme-Rouge in einem tieferen Farbton wählen: Es lässt sich leichter verblenden, wenn die Haut durch die trockene Winterluft zu Trockenheit neigt.
- Vor dem Lipgloss die Lippen umranden: Ein Lippenkonturenstift sorgt wieder für eine klare Kontur, wenn die Lippen spröde werden und ihre natürliche Linie verlieren.
Warum Make-up im Winter anders hält
Wenn die Außenluft kälter wird und drinnen die Heizung läuft, sinkt die Luftfeuchtigkeit deutlich, und die Haut spürt die Auswirkungen unmittelbar: Sie wird trockener, spannt manchmal, und die Lippen werden leichter spröde. Die sinkende Luftfeuchtigkeit gilt als ein Faktor, der trockene Haut verschlimmert. Die allgemeinste Empfehlung gilt auch in diesem Zusammenhang: Die American Academy of Dermatology rät dazu, trockene Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und bei trockenen Lippen Lippenbalsam oder Vaseline zu verwenden (Quelle: American Academy of Dermatology).
Diese Trockenheit verändert direkt, wie sich Make-up verhält. Foundation haftet eher an rauen Stellen, wenn sie auf gespannte Haut aufgetragen wird, und allein auf spröden Lippen verliert Lipgloss schnell seine klare Kontur. Vor dem Schminken Feuchtigkeit aufzutragen, ist also kein Schritt, den du überspringen solltest, um Zeit zu sparen: Davon hängt ab, ob sich der Teint gleichmäßig auftragen lässt und der Lipgloss seine Kontur behält, statt sie im Laufe der Stunden zu verlieren.
Den Teint anpassen, ohne ihn zu beschweren
Das natürliche Licht verändert sich mit den Jahreszeiten und ist im Winter oft schwächer und grauer als im Sommer. Bei diesem Licht kann die Haut fahler oder blasser wirken, als sie tatsächlich ist, weshalb manche zu stärker deckendem Make-up greifen, um das auszugleichen. Das Problem liegt nicht in der Produktmenge, sondern in der Beleuchtung, unter der der Farbton ausgewählt wurde: Ein Ton, der unter einer Badezimmerlampe perfekt wirkte, kann draußen bei Tageslicht zu hell oder umgekehrt zu orange aussehen.
Am zuverlässigsten ist es daher, einen Foundation-Farbton vor der Entscheidung für den Winter bei Tageslicht in der Nähe eines Fensters zu testen. Es gibt nicht eine einzige Deckkraft oder einen einzigen Farbton, der für alle zu empfehlen ist: Jede Haut reagiert anders auf Kälte, und die Wahl hängt ebenso vom Hauttyp wie von der Jahreszeit selbst ab.
Die Haut vor dem Auftragen der Foundation vorbereiten
Wie bei den Lippen profitiert auch die Gesichtshaut im Winter davon, vor dem Auftragen der Foundation mit Feuchtigkeit versorgt zu werden. Auf trockenen oder schuppigen Stellen haftet das Produkt leicht und betont die Hautstruktur, statt sie auszugleichen. Wenn du die Feuchtigkeitscreme ein paar Minuten einziehen lässt, bevor du den Teint aufträgst, wird das Ergebnis gleichmäßiger – besonders rund um Nase und Wangen, die der Kälte draußen am stärksten ausgesetzt sind.
Wärmere Wangen mit Creme-Rouge
Eine Cremeformel lässt sich auf Haut, die durch die trockene Winterluft zu Trockenheit neigt, in der Regel leichter verblenden als Puder, weil sie über die Haut gleitet, statt sich auf rauen Stellen abzusetzen. Der Blush Stick Signature - Ripe Hawthorn lässt sich zum Beispiel direkt mit den Fingerspitzen auf den Wangenknochen auftragen. Sein samtiges Finish kannst du intensivieren, indem du das Rouge in mehreren Schichten aufträgst, statt die ganze Farbe auf einmal aufzutragen.
Im Winter gleicht ein tieferer Farbton wie dieser einen blasseren oder fahleren Teint oft besser aus als sehr helle Töne, die im Sommer getragen werden. Das macht die helleren Rougetöne aus der Kollektion aber nicht weniger passend: Die Wahl hängt vor allem vom Hautton und der gewünschten Intensität ab, nicht nur von der Jahreszeit.
Lippen: erst Konturenstift, dann Lipgloss für klare Konturen
Der Lip Gloss - 14 ist ein rosiger Nude-Ton mit ziegelrotem Unterton, der der natürlichen Lippenfarbe ähnelt. Die leichte Formel verleiht den Lippen ein glänzendes Finish. Der Farbton passt sowohl im Sommer als auch im Winter gut zu einem Tages-Make-up, aber je nach Jahreszeit verändert sich die Art des Auftragens ein wenig.
Wenn die Lippen spröde werden, ist ihre natürliche Kontur weniger klar, und Lipgloss allein kann sie kaum nachzeichnen, weil er gleitet, ohne eine präzise Linie zu hinterlassen. Die Marke empfiehlt deshalb, zuerst die Lippenkontur mit einem DIVAZ-Lippenkonturenstift nachzuzeichnen und dann den Lipgloss darüber aufzutragen: Der Stift gibt der Linie Halt, der Lipgloss sorgt für Glanz und Farbe. So erhältst du eine definierte Kontur, auch wenn deine Lippen trockener sind als im Sommer.
Wie beim Teint gilt auch hier: Die Lippen vor dem Schminken mit Feuchtigkeit zu versorgen, ist die Grundlage. Wenn du ein paar Minuten vorher Lippenbalsam aufträgst, haben Konturenstift und Lipgloss eine glattere Oberfläche, auf der sie sich gleichmäßiger auftragen lassen – und das Ergebnis hält im Laufe des Tages besser.
Dezenter Schimmer statt Sommer-Glow
Das Winterlicht ist meist weicher und indirekter als das Sommerlicht, besonders drinnen bei künstlicher Beleuchtung. Ein sehr markanter Schimmer, der dafür gedacht ist, das Licht am Strand einzufangen, kann in diesem Umfeld zu auffällig wirken. Ein dezenterer Schimmer fällt dagegen bei gutem Licht auf, ohne das restliche Make-up zu dominieren.
Der Highlighter Champagne ist ein Puder-Highlighter in einem blassen Goldton, der für Wangenknochen, Brauenbogen, Nase und Amorbogen gedacht ist. Trage ihn mit einem feinen Pinsel auf, damit du die auf jede Partie aufgetragene Menge dosieren kannst. Auf heller Haut bleibt das Ergebnis dezent; auf mittlerer Haut bekommt derselbe Farbton einen wärmeren Unterton. So kannst du die Intensität je nach Anlass anpassen – vom Büro bis zum Abend – indem du einfach ein oder zwei weitere Schichten aufträgst.
Einen kompletten Winter-Look zusammenstellen
Drei Anpassungen reichen aus, um von einer Sommerroutine zu einem wintergerechten Make-up zu wechseln: Haut und Lippen vor dem Auftragen von Produkten mit Feuchtigkeit versorgen, den Foundation-Farbton bei Tageslicht statt unter Innenbeleuchtung testen und einen tieferen Rougeton mit einem dezenteren Schimmer statt einem Sommer-Glow kombinieren. Für keinen dieser Schritte musst du deine ganze Make-up-Sammlung austauschen.
Während des Schminkens sind die Hände gut sichtbar – dadurch lassen sie sich leicht auf eine intensivere Winter-Farbpalette abstimmen. Das Set Burgundy French, eine bordeauxrote ovale French-Maniküre auf Nude-Basis, kannst du zu Hause in etwa zehn Minuten und ohne UV-Lampe auftragen. Laut Marke hält sie bis zu drei Wochen. Wie lange sie tatsächlich hält, hängt von der Vorbereitung des Nagels und deinen täglichen Aktivitäten ab. Nach dem Ablösen lassen sich die Press-on-Nägel wiederverwenden.
Weitere Make-up-Ideen passend zur Jahreszeit findest du im DIVAZ-Blog. Dort gibt es mehrere Beauty-Guides, die demselben Prinzip folgen: Sie gehen davon aus, was sich durch die Jahreszeit an Haut und Lippen verändert, und passen dann Schritt für Schritt einzelne Handgriffe an.